Geld anlegen leicht gemacht

Viele verschiedene Anlagenarten warten inzwischen auf Sparer in Deutschland und im europäischen Ausland. Doch nicht jede Art der Geldanlage ist auch valide, so ist vielen Sparern oft nicht klar, in wie weit ihre Ersparnisse abgesichert sind und was der Unterschied zwischen Sichteinlagen und Spareinlagen ist. Nachfolgend finden Sie deshalb die Vor- und Nachteile der Kontenarten Tagesgeldkonto und Festgeldkonto, Sparbuch und Girokonto. Wodurch Sie einen besseren Überblick über die unterschiedlichen Arten der Geldanlagen erhalten können.

Geldanlage

Tagesgeldkonto

Tagesgeld gehört zu den Sichteinlagen. Die auch als täglich fällige Einlagen bezeichnete Geldanlage ist in den vergangenen Jahren stark in den Fokus der privaten Sparer gerückt. So mancher kam deshalb auf die Idee, es würde Tagesgelder erst seit einigen Jahren geben. Tagesgeldkonten gibt es jedoch bereits seit Jahrzehnten, wurden aber meist von Unternehmen und und vermögenden Privatanlegern genutzt.

Tagesgeldkonten sind in der gesamten Europäischen Union bis zu einem Betrag von 100.000 Euro je Kunde abgesichert. Damit stehen Sichteinlagen wie Tagesgelder und Gelder auf dem Girokonto in der gleichen Reihe wie Spareinlagen. Auch für Festgelder und Sparbücher gilt die gleiche Einlagensicherungssumme.

Vorteile von Tagesgeld

Die Vorteile des Sparens auf einem Tagesgeldkonto sind schnell benannt: Es gibt keine Kündigungsfrist, das angesparte Geld kann jederzeit abgerufen werden, und es gibt keinen Maximalbetrag, der monatlich abgerufen werden kann, wie es beispielsweise bei Sparbüchern der Fall ist.

Nachteile von Tagesgeld

Die Nachteile, die ein Tagesgeldkonto mit sich bringt, sind ebenfalls schnell benannt: Es gibt keine!

Diese Anlageart spricht für sich, von der Einlagensicherungssumme her, wie auch von der Verfügbarkeit des Geldes. Tagesgeld ist nicht ohne Grund eine der wichtigsten Anlagearten für die Bundesbürger geworden. Vor allen die Konkurrenz der zahlreichen Anbieter belebt dabei das Geschäft. So können Sparer zwischen verschiedenen Tagesgeldkonten mit Zinsgarantie und zahlreichen Angeboten von Tagesgeldern mit variablem Zinssatz wählen.

Festgeldkonto

Im Gegensatz zum Tagesgeldkonto gehört das Festgeldkonto zu den Spareinlagen. Wie beim Tagesgeld gilt auch für das Festgeld die Einlagensicherung von 100.000 Euro je Kunde, in der ganzen EU, und nicht nur in Deutschland.

Das Festgeld hat die Besonderheit, dass Sparbeträge auf eine bestimmte Zeit angelegt werden. Für diesen festgelegten Zeitraum gibt es dann einen, von der Bank vorher kommunizierten, festen Zinssatz.

Vorteile von Festgeld

Ein großer Vorteil der Anlage auf einem Festgeldkonto ist der Zinssatz. Bei mittleren bis langen Laufzeiten liegt dieser deutlich über den Zinsen, welche es für Tagesgeldkonten gibt. Mit diesen Zinsen, die über die Dauer der Festgeldlaufzeit festgeschrieben sind, ist zudem eine Planbarkeit möglich. Das heißt: Wer Festgeld für seine Geldanlage wählt, kann diese als zweites Einkommen nutzen, und das hereinkommende Geld (= den Zinsertrag) fest einplanen. Zudem kann ein Festgeldkonto genutzt werden, um für einen bestimmten Zweck hin zu sparen, beispielsweise den Kauf eines neuen Autos in mehreren Jahren, die Anschaffung einer neuen Küche, oder das Zurücklegen von Geld für die Kinder und Enkelkinder für später.

Nachteile von Festgeldkonten

Anders als beim Tagesgeld, gibt es beim Festgeld einen großen Nachteil: Bei den meisten Banken ist das Festgeld über die gesamte Laufzeit fest angelegt, und nicht vorzeitig verfügbar. Das heißt, wird dort Geld anlegt, das plötzlich benötigt wird, beispielsweise für Sonderausgaben, kann das Festgeldkonto nicht einfach vorab gekündigt werden. Dies ist nur bei wenigen Banken möglich, und dann auch nur zu einem (teilweise sehr hohen) Abschlag bei den Zinsen. Geld, das auf einem Festgeldkonto angelegt werden soll, weil die Zinsen so hoch sind, sollte deshalb nur dann dort angelegt werden, wenn es in der vereinbarten Laufzeit auch tatsächlich nicht benötigt wird.

Geldscheine

Sparbuch

Sparbücher sind bei den Bundesbürgern nach wie vor sehr beliebte. Diese Art des Sparen hat jedoch längst ihren Sinn verloren, da es keine wirklichen Vorteile für die Anlage auf einem Sparbuch gibt, die Nachteile im Vergleich mit dem Tagesgeld jedoch klar gegen die Geldanlage Sparbuch sprechen. Der einzige Vorteil ist die hohe Absicherung über die Einlagensicherung, mit 100.000 Euro je Kunde, die europaweit gilt. Wie eben bei den anderen Spareinlagen und Sichteinlagen auch.

Die Nachteile von Sparbüchern

Sparbücher sind unflexibel. Nicht ohne Grund haben viele Sparer in Deutschland vor einigen Jahren das Tagesgeldkonto für sich entdeckt. Bei einem Sparbuch können, in den meisten Fällen, maximal 2.000 Euro im Monat abgehoben werden. Dazu kommt eine Kündigungsfrist von drei Monaten, wenn der gesamte darauf angelegte Betrag zur Verfügung stehen soll. Und: Die Zinsen sprechen ebenfalls nicht für Sparbücher. Diese sind schon seit Jahren meist so niedrig, dass die Realverzinsung auf einem Sparbuch eine Negativverzinsung ist. Das heißt: der Sparer legt Geld auf seinem Sparbuch an, muss aber mittelbar durch die negative Realverzinsung, Geld für seine Anlage auf dem Sparbuch bezahlen. Das heißt, auf gut Deutsch: Wer auf einem Sparbuch spart, der spart meist für die Bank, aber nicht für sich selbst.

Diese Anlageart spricht für sich, von der Einlagensicherungssumme her, wie auch von der Verfügbarkeit des Geldes. Tagesgeld ist nicht ohne Grund eine der wichtigsten Anlagearten für die Bundesbürger geworden. Vor allen die Konkurrenz der zahlreichen Anbieter belebt dabei das Geschäft. So können Sparer zwischen verschiedenen Tagesgeldkonten mit Zinsgarantie und zahlreichen Angeboten von Tagesgeldern mit variablem Zinssatz wählen.

Girokonto

Bei Umfragen zeigt sich immer wieder, dass Bundesbürger oft ihr Girokonto nutzen, um Geld zu sparen. Dies hat zwar den Vorteil, dass das darauf angelegte Geld schnell verfügbar ist, und zudem die gleiche Einlagensicherung gilt wie bei anderen Sichteinlagen und wie bei Spareinlagen. Doch ein Girokonto eignet sich aus mehreren Gründen nicht zur Geldanlage.

Nachteile des Girokontos als Anlageart

Zwar ist das Geld, das auf einem Girokonto angelegt wird, schnell verfügbar. Diese schnelle Verfügbarkeit hat jedoch ihren Preis: In den allermeisten Fällen gibt es keine Verzinsung des Guthabens. Bislang belohnen nur wenige Banken ihre Kunden mit einer Guthabenverzinsung für das Girokonto. Stattdessen wird, oft aus Bequemlichkeit, Geld auf einem Girokonto angespart, ohne dass dieses Zinsen bringt, und damit einen Ertrag. Tatsächlich gibt es dann dafür eine Negativverzinsung, die je nach Höhe der Inflationsrate, unterschiedlich hoch sein kann. In den Zeiten hoher Verbraucherpreise kann die negative Realverzinsung für das auf einem Girokonto angelegte Geld schnell mehrere Prozent betragen.

Und noch einen anderen Nachteil hat das Girokonto als Geldanlage: Wird das Girokonto gepfändet, was meist der erste Weg für die Gerichtsvollzieher ist. Ist das gesamte, darauf angelegte Geld weg. Gleiches gilt übrigens, wenn die kontoführende Bank das Girokonto schließt, beispielsweise weil ein bei ihr laufender Kredit nicht zurückgezahlt wurde. Dann ist das Geld auf dem Girokonto weg, und die Ersparnisse darauf erst einmal futsch.

Welche Geldanlage ist empfehlenswert?

Für kurzfristige Anlagen bietet das Tagesgeld die meisten Vorteile, für mittelfristige bis langfristige Anlagen das Festgeld. Girokonto und Sparbücher eignen sich aufgrund ihrer Nachteile in Sachen Geldanlage nur bedingt als Anlagearten.